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Conor John Fitzsimons

Multikulturelle Teams, die effektiv in Projekte zusammenarbeiten, werden mit zusätzlichen Probleme konfrontiert. Obwohl viele Themen in Teamtraining berücksichtigt werden, müssen diese Themen  auch berücksichtigt werden:

Formulierung des Ziels/der Vision

Es ist wichtig, dass das Team sein eigenes Projektziel formuliert. Das baut Vertrauen auf und vereinfacht die Formulierung konkreter meßbarer Ziele. Diese Aktivität verbindet das Team.

Entscheidungen treffen

Erfolgreiche Projekte stellen Herausforderungen und Probleme fest und entscheiden wie sie  mit ihnen umgehen. Es ist wichtig, daß Teammitglieder vereinbaren wie sie Entscheidungen treffen, wie detailiert sie beschrieben werden und wie endgültig sie sind.

Kundenbeziehungen

Kulturen nehmen den Kunden und seine Rolle unterschiedlich wahr. Das Team setzt sich mit dieser Rolle auseinander und lernt, wie man Kundenbedürfnisse und Wünsche herausfindet,  und darauf reagiert.

Planung

Kulturen betonen Pünktlichkeit und Termine unterschiedlich. Das Team lernt die Synergieeffekte dieser Vielfalt zu nutzen, und damit effektiver  zu arbeiten.

"Teams mit herausfordernden Aufgaben, die Innovation benötigen, können am meisten von kultureller Vielfalt profitieren."Nancy Adler

Eine wahre Geschichte ...

Hans wurde ausgewählt um ein wichtiges Technologieprokekt bei einem Großkonzern zu leiten. Seine Erfahrung für diese Rolle stammte aus seiner Zeit in einer deutscher Uni und bei einer deutschen Firma. Er war für die daraus entstehenden Probleme nicht vorbereitet. Er verstand es als seine Aufgabe, die wichtigsten technischen Probleme selbst zu lösen. Ziemlich schnell reduzierten sein Schweizer Stellvertreter Fredi (der nach 8-jähriger Erfahrung in den USA wieder in Europa arbeitete) und Jean-Luc (ein Belgier mit 3-jähriger NASA Erfahrung) ihren kreativen Input zum Projekt. Sie erfuhren schnell, daß Hans immer schon entschieden hatte, bevor die Aufgaben verteilt wurden.

Gerhard paßte ins Team. Als Deutscher verstand er Hans´ ungeschriebene Gesetze. Inzwischen mußte Li (ein Chinese)  eine hochkomplizierte Aufgabe für das Projekt erledigen, die er nicht rechtzeitig abschließen konnte.Weil er  – wegen des Gesichtsverlusts – das weder zugeben konnte noch  um Hilfe bitten konnte, kam das Projekt mit dem Zeitplan deutlich in Verzug.

Bald fingen die Kunden an sich zu beschweren. Sie schlugen vor mit dem Projekt aufzuhören. Nach einem Jahr in dem sich der Teamgeist kontinuerlich verschlechterte, wechselte Fredi in eine andere Konzernsabteilung  und Jean-Luc zum Konkurrenten. In den 6 Monaten bis für die beiden ein Ersatz gefunden wurde, hatte Li auch die Nase voll und verließ die Firma.

Hans und Gerhard freuten sich, daß ihre neuen Kollegen Deutschen waren.

Die Kundenbeziehung verbesserte sich nicht und sechs Monate später wurde die Projekt gestoppt.